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Donnerstag - 6. Juli 2017

Covestro feiert Jubiläum

50 Jahre Chlorproduktion in Dormagen

Kontinuierliche Optimierung für noch sicherere und umweltfreundlichere Produktion
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Applaus für fünf Jahrzehnte Chlorproduktion: Mitarbeiter, Kunden und Partner von Covestro feiern gemeinsam mit NRW-Standortleiter Dr. Klaus Jaeger, Betriebsleiter Dr. Johann Rechner und Vorstandsmitglied Dr. Klaus Schäfer (v.l.) das Betriebsjubiläum.

Chlor ist einer der wichtigsten Grundstoffe für Covestro. Denn: Ohne Chlor kein Kunststoff. Vor 50 Jahren, im Sommer 1967, ging im Chempark Dormagen die Chlorproduktion in Betrieb, um den schon damals wachsenden Bedarf zu decken. Fünf Jahrzehnte später sind die modernen Anlagen größer, sicherer und umweltfreundlicher denn je. Heute wird Chlor bei der Herstellung von rund 80 Prozent aller Covestro-Produkte benötigt und ist auch für viele andere Unternehmen im Chemiepark ein unverzichtbarer Rohstoff.

Kochsalz, Wasser und elektrischer Strom – das sind die Grundlagen. Mehr braucht es nicht, um mittels moderner Elektrolyse-Verfahren Chlor, Natronlauge und Wasserstoff herzustellen. Chlor wird zur Erzeugung von Polycarbonat- und Polyurethan-Werkstoffen benötigt, die sich in vielen Alltags-Produkten wiederfinden: Handy- und Computergehäuse, Autoteile, Dämmstoffe oder Schaumstoffmatratzen sind nur einige Beispiele.

Erweiterungen im Jahresrhythmus

Bei der Inbetriebnahme 1967 ging die „Chlorfabrik“, wie sie bei den Mitarbeitern heißt, mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen an den Start. Kurz darauf hatten die Planer die ersten Erweiterungen schon im Blick. Nahezu im Jahresrhythmus wurde die Elektrolyse vergrößert. Heute ist der Dormagener Betrieb mit einer Jahreskapazität von 480.000 Tonnen der weltweit größte Chlor-Produktionsstandort des Unternehmens. „Ein 50-jähriges Jubiläum ist für einen Produktionsbetrieb ein besonderer Meilenstein. Noch spezieller wird dieser Geburtstag, wenn es sich um die Chlorproduktion handelt – das Herzstück unseres Standortes“, sagt Dr. Klaus Schäfer, Vorstand für Produktion und Technik bei der offiziellen Jubiläumsfeier im Dormagener Werk.

Mit der kontinuierlichen Kapazitätserweiterung gingen zahlreiche technische Innovationen einher. „Wir haben es geschafft, den Energieeinsatz in der Chlorproduktion in den vergangenen 50 Jahren entscheidend zu verringern“, so Schäfer. Ein Meilenstein war dabei die Umrüstung auf das Membranverfahren, wodurch der Stromverbrauch um rund 30 Prozent reduziert werden konnte. Die Einführung dieses Verfahrens war die bislang größte technische Umstellung in der Dormagener Chlorproduktion.

Für das Membranverfahren war eine bessere Salzqualität notwendig – was gleichzeitig eine neue umweltschonendere Transportmöglichkeit ermöglichte: Statt das per Schiff angelieferte Salz auf Lkw zu verladen und vom Rheinhafen bis zum Betrieb zu transportieren, wurde das so genannte Slurry-Verfahren eingeführt. Dabei wird das Salz bereits im Hafen mit Wasser aufgeschlämmt und per Rohrleitung in die Anlagen gepumpt. Pro Tag bedeutete dies etwa 80 Lkw-Fahrten weniger als zuvor.

Hohe Anlagenverfügbarkeit trotz zahlreicher Umbauten

Trotz der zahlreichen Erweiterungsumbauten und Modernisierungen gab es in all den Jahren kaum Stillstände: „Wenn wir nicht produzieren, dann ist das für unsere Kunden in etwa so, als würde zu Hause jemand den Strom abstellen. Deshalb brauchen wir eine extrem hohe Verfügbarkeit unserer Anlagen“, erklärt Dr. Johann Rechner, Leiter Basic Chemicals Dormagen. Auf die große Zuverlässigkeit der Anlagen und die Leistung der Mitarbeiter, die dafür verantwortlich sind, ist auch NRW-Standortleiter Dr. Klaus Jaeger stolz: „Unser Produktions-Team hat hierzu entscheidende Beiträge geleistet und ist seiner Verantwortung in der zuverlässigen Rohstoffversorgung immer gerecht geworden. Das zeigt sich auch im über die Jahre hinweg hohen Sicherheitsniveau.“ Der Betrieb wird weiter wachsen: So ist bereits eine Erweiterung der Logistik geplant. Zwei zusätzliche Ladestationen für Bahnkesselwagen sowie ein weiterer Tank für Salzsäure sind bereits genehmigt. Jaeger: „Ich bin mir sicher, dass das Team seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben wird.“


Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2016 rund 15.600 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.