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Montag - 4. Juni 2018

Covestro in deutschlandweitem Ideenwettbewerb prämiert

Innovationspreis für Kunststoff aus Pflanzen

Forschungsdurchbruch in nachhaltiger Chemikalienproduktion / Relevant für Produkte aus Chempark Krefeld-Uerdingen
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Kunststoff aus Pflanzen: Ein interdisziplinäres Team um Covestro-Forscher Dr. Gernot Jäger (Mitte) hat ein besonders nachhaltiges neues Produktionsverfahren für die Chemikalie Anilin entwickelt, die in Dämmplatten aus Schaumstoff zum Einsatz kommt. Dafür wurde das Unternehmen jetzt mit einem von der deutschen Regierung und Wirtschaft ausgeschriebenen Innovationspreis ausgezeichnet.

Covestro hat für einen Forschungsdurchbruch zur Produktion von Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen einen von der deutschen Regierung und Wirtschaft ausgeschriebenen Innovationspreis erhalten. Der Werkstoffhersteller zählt damit zu den hundert Gewinnern des deutschlandweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Prämiert wurde ein neu entwickeltes Verfahren, um die wichtige Grundchemikalie Anilin aus Pflanzen statt Erdöl herzustellen. Covestro leitet dazu ein Forschungsprojekt mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Aus Anilin wird auch die Chemikalie MDI gewonnen, die Covestro im Chempark Krefeld-Uerdingen herstellt. MDI dient wiederum zur Produktion von hartem Polyurethan-Schaumstoff, der weltweit zur Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten verwendet wird.

Covestro nahm die Auszeichnung am Montag in Berlin auf einer Veranstaltung von „Deutschland – Land der Ideen“ entgegen. Mit dieser Initiative wollen die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft auf die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland aufmerksam machen. In der diesjährigen Auflage des seit 2013 veranstalteten Wettbewerbs waren rund 1.500 Bewerbungen eingereicht worden. Die Gewinner zeigen nach Angaben der Veranstalter, „wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut zum Umdenken zukunftsweisende Innovationen entstehen“.

„Die Auszeichnung freut uns sehr. Sie spornt uns weiter an, mit innovativen Produkten, Prozessen und Lösungen zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen und die Welt lebenswerter zu machen“, sagt Dr. Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro. „Der Erfolg mit Bio-Anilin ist aber auch ganz klar eine Gemeinschaftsleistung und zeigt, wie wichtig und nützlich Kooperationen in der Chemie und der Industrie insgesamt sind.“

Komplett neues Verfahren entwickelt

Im Rahmes des Projektes kooperiert Covestro mit Bayer, dem CAT Catalytic Center in Aachen und der Universität Stuttgart. Um Anilin aus pflanzlicher Biomasse zu produzieren, hat das von Covestro geführte Forschungskonsortium ein komplett neues Verfahren entwickelt, welches Biotechnologie und Chemie miteinander verbindet. Bisher wird die Chemikalie, die als Ausgangsstoff für zahlreiche Produkte dient, weltweit ausschließlich aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt.

Nach dem Erfolg im Labor und in ersten Testanlagen wollen die Partner die Technologie nun weiterentwickeln. Endgültiges Ziel ist, die Herstellung von biobasiertem Anilin im Industriemaßstab zu ermöglichen – ein absolutes Novum in der Kunststoffbranche.

Im vergangenen Jahr war Covestro mit Bio-Anilin bereits von der deutschen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Technology Review zu einem der 50 innovativsten Unternehmen des Jahres gekürt worden.

Das Forschungsprojekt zu Bio-Anilin wird über zweieinhalb Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger finanziell unterstützt (Förderkennzeichen: 22010215).


Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 14,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2017 rund 16.200 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.