Media
rainbow
Freitag - 29. Juni 2018

Rat der EU besucht Aachener Katalysezentrum von RWTH und Covestro

EU und Industrie setzen auf nachhaltige Chemie

Spitzenforschung benötigt verbessertes Innovationsklima / Nutzung von CO2 als Rohstoff muss weiter erforscht werden
more imagesdownload
Mit Spitzenforschung die Chemie nachhaltiger machen: eine Delegation des Rates der Europäischen Union unter Führung von Bulgarien besuchte das Katalyse-Forschungszentrum CAT von RWTH Aachen University und Covestro.

Alternativen zu fossilen Rohstoffen für die Erzeugung von Energie und chemischen Produkten werden immer greifbarer. Mithilfe intensiver Forschung von Wissenschaft und Industrie kann das wichtige Element Kohlenstoff zunehmend aus CO2 anstatt aus Erdöl gewonnen werden und so die Chemieindustrie nachhaltiger machen. Davon überzeugte sich am Mittwoch eine Delegation des Rates der EU unter Führung Bulgariens bei ihrem Besuch im Katalyse-Forschungszentrum CAT in Aachen auf Einladung des European Chemical Industry Council. Die Einrichtung wird von der RWTH Aachen University und dem Werkstoffhersteller Covestro betrieben. Verschiedene von der EU geförderte Forschungsprojekte dort tragen zur Stärkung der Standortes Europa im globalen Wettbewerb um Innovationsführerschaft in der CO2-Nutzung bei.

Innovative Rahmenbedingungen müssen stimmen
„Es gilt, die innovative Kraft europäischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen dauerhaft zu unterstützen und auszubauen, damit wir auch in Zukunft eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb einnehmen“, betonte Kalin Tomov, Vorsitzender der Sektion Wettbewerb in der Ständigen Vertretung Bulgariens bei der EU. Derzeit wird innerhalb der EU das neue Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ ausgearbeitet. Die Stärkung des europäischen Forschungsraumes sowie eine offene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie stehen im Mittelpunkt. Während Bulgariens Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union lag der Schwerpunkt für die Mitgliedsstaaten darauf, Forschungsergebnisse zum Wohle der Gesellschaft und der Wirtschaft leichter zugänglich zu machen.

„Die Rahmenbedingungen innerhalb Europas sind entscheidend für die Forschungsergebnisse, die wir zur Erschließung neuer Rohstoffquellen liefern können. Ich bin überzeugt, dass Wissenschaft, Industrie und Europäische Union hierzu künftig noch intensiver zusammenarbeiten sollten“, sagte Professor Walter Leitner, Lehrstuhlinhaber für Technische Chemie an der RWTH und Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion.

Forschungsförderung führt zu nachhaltigen Produkten
Die besondere Aufmerksamkeit der EU-Delegation galt der Leistung, wie Kohlenstoff aus CO2 schon heute zur nachhaltigen Herstellung von Produkten eingesetzt wird. Beispielsweise haben die Forschungserfolge von RWTH und Covestro zur Markteinführung von Matratzen geführt, die mit einem CO2-basierten Grundstoff hergestellt werden. „Wir haben bewiesen, dass wir gemeinsam mit der Wissenschaft regenerative Rohstoffquellen erschließen und nutzen können“, erläutert Dr. Hermann Bach, Leiter des Innovationsmanagements bei Covestro. „Doch es ist noch viel zu tun. Um die Rohstoffbasis in der Wirtschaft insgesamt nachhaltig umzubauen, benötigen wir weiterhin die richtigen europäischen Impulse. Nur so können wir übergreifend zwischen Branchen und Universitäten zusammenarbeiten.“

Ein Beispiel ist das europaweite Forschungsprojekt Carbon4PUR: Untersucht wird, wie Industrieabgase über verschiedene Schritte hinweg zur Produktion von nachhaltigen Kunststoffen genutzt werden können. Die RWTH und Covestro sind zwei von 14 Partnern des von der EU geförderten Projekts.

Über RWTH Aachen University:
Die RWTH Aachen versteht sich als integrierte interdisziplinäre technische Hochschule und ist die größte technische Hochschule in Deutschland. Sie gehört mit ihren 260 Instituten in neun Fakultäten zu den führenden europäischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen und ist eine der Exzellenz-Universitäten im Land. Im Wintersemester 2017/18 waren rund 45.000 Studierende in mehr als 150 Studiengängen eingeschrieben, davon rund 9000 internationale Studierende aus mehr als 120 Ländern. Die Ausbildung an der RWTH Aachen ist vor allem anwendungsorientiert. Die Absolventinnen und Absolventen sind deshalb in der Wirtschaft gefragte Nachwuchs- und Führungskräfte.
www.rwth-aachen.de

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 14,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2017 rund 16.200 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.